Ressourcen

Produktion von Futtermitteln

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist mit der Produktion von Futtermitteln für alle Nutztierarten ein Full-Liner. In den Mischfutterwerken des Konzerns (vollkonsolidierte Futtermittelwerke und Beteiligungen) wurden im Jahr 2015 gut 4,3 Mio. Tonnen Misch- und Spezialfutter produziert. Dabei handelt es sich um konventionelles, GVO-freies und um Bio-Futter. Ziel der AGRAVIS ist es, durch ernährungsphysiologisch wertvolle und ökonomisch sinnvolle Produkte eine bestmögliche Futterversorgung für das Tier zu ermöglichen.

Ausführliche Informationen zum „Einsatz und der Herkunft der Futterrohstoffe und Getreide“ finden Sie im 3. AGRAVIS-Nachhaltigkeitsbericht.

Saatgut

Zu den Hauptaufgaben des AGRAVIS-Saatgutzentrallager in Isernhagen gehören die Produktion, die Lagerung, der Umschlag, die Untersuchung sowie der Handel mit Saatgut. Beim Saatgut wird zwischen Umschlagware, Einzelkomponenten und Vermehrungsware unterschieden. Zu der Umschlagware gehören zum Beispiel Mais, Leguminosen und Raps und zu den Einzelkomponenten zum Beispiel Deutsches und Welsches Weidelgras sowie Wiesenlieschgras. Bei Vermehrungsware sind beispielsweise Ackerbohnen, Erbsen und Senf zu nennen.

Ausführliche Informationen zu den „Saatgut-Komponenten und deren Herkunftsregionen“ finden Sie hier .

Agrarzentren

In Regionen, in denen keine Genossenschaft aktiv ist, betreibt die AGRAVIS Raiffeisen AG das Geschäft zu den Landwirten direkt über ihre Agrarzentren. Hauptaufgaben der Agrarzentren sind:

  • das klassische Agrargeschäft wie der Handel mit Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz und Futtermitteln,
  • die Erfassung und der Handel mit regionalen landwirtschaftlichen Getreiden und Ölfrüchten, wie beispielsweise Raps, und
  • die Beratung der Landwirte in allen Themen der Landwirtschaft, wie zum Beispiel Ackerbau und Tierveredlung.

Teilweise produzieren und verkaufen die Agrarzentren eigenes Mischfutter und betreiben ein Energiegeschäft mit beispielsweise Diesel, Heizöl oder Holzpellets. Über Raiffeisen-Märkte wird ein klassischer Einzelhandel betrieben. Die erfassten Getreide und Ölfrüchte werden für die eigenen Kraftfutterwerke, für Getreide- oder Ölmühlen oder den Export verwendet.

Ausführliche Informationen zur „Rohwarenerfassung an AGRAVIS-Agrarzentren“ finden Sie im 3. AGRAVIS- Nachhaltigkeitsberichts.


Nach- und Nebenprodukte

Bei der AGRAVIS Raiffeisen AG werden unterschiedliche Nach- und Nebenprodukte anderer Industrien gehandelt und in der Futtermittelproduktion eingesetzt. Als Beispiel seien Kartoffeldampfschalen, Altbrot, Kekse, Schokolade, Molkepulver, Pflanzenfette und Öle sowie Raps- und Sojaschrot genannt.

Nach- und Nebenprodukte




Insgesamt machen die Nach- und Nebenprodukte zirka 30 Prozent des Handelsvolumens der AGRAVIS-Bereiche Futtermittel und Agrarerzeugnisse aus. In den Futterrezepturen des Unternehmens werden im Rinderbereich bis zu 70 Prozent Nach- und Nebenprodukte eingesetzt, für die Tierart Schwein bis zu 50 Prozent und für die Tierart Geflügel bis zu 35 Prozent. Die Anteile variieren aufgrund der ernährungsphysiologischen Bewertung der Rohwaren für die entsprechende Tierart.

Der Einsatz von Nach- und Nebenprodukten ist unter ökologischen sowie nährstoffökonomischen Aspekten sinnvoll, da die eingesetzten Ressourcen beziehungsweise Rohstoffe mitsamt ihrer wertvollen Inhaltsstoffe vollständig genutzt werden können.

Energie- und Kohlendioxid-Effizienz

Zu den Kernzielen des AGRAVIS-Nachhaltigkeitsprogramms gehört der effiziente Umgang mit den energetischen Ressourcen, also die Reduzierung des aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Energieverbrauchs und der entsprechenden Kohlendioxid-Emissionen. Als bedeutender Futtermittelhersteller ist der Energieverbrauch in den AGRAVIS-Futtermittelwerken ein zentrales Thema – schon allein aufgrund des hohen Bedarfs. In einem Großteil der Futtermittelwerke ist mittlerweile ein Energiemanagementsystem gemäß der DIN EN ISO 50001 implementiert worden. Ziel des Managementsystems ist die systematische Erfassung von Energieverbrauchszahlen, -strömen und -einsparpotenzialen. Nur so können der Energieeinsatz optimiert und die Kohlendioxid-Emissionen der Futtermittelwerke reduziert werden.

Energieverbrauch und Kohlendioxid-Emissionen an zwölf Futtermittelwerken*



* Es handelt sich hierbei um die aufsummierten Daten derjenigen vollkonsolidierten Futtermittelwerke der AGRAVIS Raiffeisen AG, die gemäß der DIN EN ISO 50001 zertifiziert sind. Darunter fallen die 12 Futtermittelwerke in Münster, Dorsten, Oldenburg, Braunschweig, Bremerhaven, Leer, Lingen, Minden, Fürstenwalde, Querfurt, Malchin und Hamburg.

** Aufgrund einer Information unseres Energieversorgungsunternehmens vom 23. Januar 2015 gilt für unsere Kraftfutterwerke ein individuelles Stromkennzeichen gem. §54 Absatz 5 EEG. Dies führt zu höheren Werten der Kohlendioxid-Emissionen beim Stromverbrauch ab dem Jahr 2015.



Die Verbesserung der Energieintensität in den AGRAVIS-Futtermittelwerken liegt einerseits an der besseren Auslastung der Produktionsstätten. Andererseits tragen die in den Werken entwickelten und umgesetzten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz innerhalb der Energiemanagement-Zertifizierung zur Reduzierung der Verbräuche bei. Sie werden individuell auf die Eigenschaften des jeweiligen Werkes abgestimmt und dienen der Reduzierung des Energieverbrauchs sowie der energiebedingten Treibhausgasemissionen. Oftmals sind die Maßnahmen mit Investitionen in moderne Technik oder die optimale Auslastung verbunden.

In den zentralen Verwaltungsgebäuden der AGRAVIS Raiffeisen AG haben sich der Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionswerte wie folgt entwickelt:


Energieverbrauch und Kohlendioxid-Emissionen an zentralen Verwaltungsgebäuden*



* Es handelt sich hierbei um die aufsummierten Daten der zentralen Verwaltungsgebäude in Münster (Industrieweg 74, Industrieweg 110 und Robert-Bosch-Str. 21) und Hannover (Plathnerstraße 4a) sowie dem Distributionszentrum in Münster (Gustav-Stresemann-Weg 10). In 2015 ist das Logistiklager für den Onlineshop www.raiffeisenmarkt24.de (Gustav-Stresemann-Weg 12) in Münster hinzugekommen. Für das Jahr 2015 ist der Energieverbrauch in der Zentrale Hannover (Plathnerstraße 4a) auf Basis der Vorjahreswerte geschätzt beziehungsweise hochgerechnet worden.


Informationen zur „Konzernweiten Einführung von Energiemanagementsystemen“ finden Sie hier , Informationen zur AGRAVIS Teilnahme am Projekt Ökoprofit hier .

Informationen zum „Abfallwirtschaftskonzept“ der AGRAVIS finden Sie im 3. AGRAVIS-Nachhaltigkeitsberichts.

Informationen zur „Lizensierung von Verpackungsmaterialien“ sowie der Teilnahme an den Initiativen „Pamira“ und „ERDE“ finden Sie im 3. AGRAVIS-Nachhaltigkeitsberichts.